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Worauf man beim Standbau achten sollten

Der Standbau in Verbindung mit dem guten Namen des Unternehmens ist der Grund dafür, warum ein Besucher an diesen Stand herantritt. Dort möchte er überrascht werden oder wenigstens das vorfinden, was von außen betrachtet dort sein sollte – mehr Schein als Sein ist hier fehl am Platze. Doch worauf sollte man beim Standbau achten?



Das Konzept muss passen


Der Standard-Messebau ist nichts für einen, wenn man nicht nach Schema F handeln und sich in den Einheitsbrei der Masse an Ausstellern einfügen will. Wer von den Besuchern will schon etliche Male dasselbe sehen? Daher sollte man ein individuelles Konzept für den Messestand erstellen, wobei dieses Konzept im besten Fall noch in den folgenden Jahren nutzbar sein sollte. Damit ist der Aufwand zwar erst einmal größer, letztendlich spart man später aber Zeit und Geld.


Zu beachten sind folgende Punkte:

  • Eine gute Fernwirkung! Wird diese über eine Rückwand oder die Verwendung einer Säule erreicht, kann an diese das Logo angebracht werden. Dabei ist die Beleuchtung nicht zu vergessen!

  • Es ist entscheidend, dem Besucher gegenüber den Vorteil des Produkts oder der Leistung zum Ausdruck zu bringen! Dafür sollte man sich einschlägige Überschriften überlegen, Slogans und Titel für sämtliches Material, das ausliegt oder zur Gestaltung genutzt wird.

  • Der Messestand muss das Corporate Design transportieren! Das ausstellende Unternehmen muss schon von Weitem erkennbar und zuordenbar sein.

  • Der Messestand muss unbedingt die Einzigartigkeit und Hochwertigkeit der Produkte oder Leistungen verdeutlichen. Hier sollte man seriös und innovativ wirken und sich daher auf wenige Dinge beschränken, die am Stand gezeigt werden. Über diese Dinge soll die Neugier des Besuchers geweckt werden. Daher gilt es sich klar zu fokussieren und Highlights zu präsentieren.

  • Das Konzept muss zuerst funktional sein, dann eine vollendete Form erhalten. Das heißt das Standdesign wird an die Zielgruppe angepasst und danach versucht ein passendes Design zu finden.

  • Wer Wert auf die Möglichkeit legt ruhige Kundengespräche führen zu können sollte an genügend Möglichkeiten für eine Besprechung denken und nicht eine angemessene Bewirtung der Besucher vergessen. Dabei gilt es auch zu bedenken, dass Erstkontakte hergestellt werden sollen, man sich also besonders ansprechend präsentieren sollte.

Das Inventar für den Stand


Der Messestand wird für maximal einige Tage genutzt und hat dann seinen Zweck erfüllt. Ein recht hoher logistischer und finanzieller Aufwand für ein Unternehmen, welches sich nur einige Zeit präsentieren möchte! Daher gilt es am besten in wiederverwendbare Produkte zu investieren, die für das Inventar genutzt werden können. Stühle, Hocker, Tische, Geschirr – all das kann einmal angeschafft und mehrfach genutzt werden. Dafür muss lediglich das Corporate Design erhalten bleiben und das sollte doch gefunden sein, wenn man soweit ist, sich auf einer Messe zu präsentieren. Dabei sollte man darauf achten, dass das Inventar hochwertig und belastbar ist, denn es sollte auch nach mehrmaligem Einsatz keine bis wenige Gebrauchsspuren zeigen.


Das Inventar sollte sich zudem in das Messekonzept einfügen, was Farben und Materialien betrifft. Hier gilt es nicht an der falschen Stelle zu sparen – das Image wird es einem danken!



Spartipps für den Messestand


Die Zusammenarbeit mit dem Messebauer lief zufriedenstellend? Sehr schön, dann sollte man definitiv bei ihm bleiben. Sicherlich gibt es immer günstigere Anbieter, doch die Preisersparnis hat sich ganz schnell erledigt, wenn man dank minderwertiger Qualität des Messestandes weniger Besucher ansprechen und damit weniger potenzielle Kunden generiert.


Weiterhin ist es sinnvoll nach Materialien zu suchen, die schmutzunempfindlich sind, denn ansonsten sieht zum Beispiel der weiße Teppichboden bereits am zweiten Tag der Messe schmutzig und wenig einladend aus. Große Flächen sollen farblich gestaltet werden? Hier lässt sich gut die Möglichkeit der digitalen Visualisierung nutzen. Die Farbwirkung sollte allerdings unbedingt vorher ausprobiert werden, denn ein kleiner Bereich in Farbe kann sehr schön aussehen, eine ganze Wand aber auch schnell erdrückend oder viel zu aufdringlich wirken.


Bei allen Sparmaßnahmen gilt es an einen eventuellen Sonnenschutz zu denken, falls der Stand ungünstig liegt. Der grelle Lichteinfall hat schon so manchen Besucher von längeren Gesprächen abgehalten!


bereitgestellt von FAIRworldwide GmbH



ÜBER Alesja Alewelt


Alesja Alewelt, M.A. ist seit mehr als 15 Jahren Messemanagerin. 2008 gründete sie die Bremer Messeagentur FAIRworldwide, mit der sie sich erfolgreich auf die Umsetzung von Gemeinschaftsständen spezialisiert hat. Zuvor sammelte sie bereits umfassende Erfahrungen bei Messeveranstaltern in München und Melbourne (Australien). Aktuell engagiert sich Alesja Alewelt für neue Konzepte zur Optimierung von Prozessen in der Branche, insbesondere durch die Nutzung neuer Technologien.